Kirche und Spiritualität – passt das noch zusammen?

Ich gehe gerne Sonntags in den Gottesdienst – Sonntag ist für mich ein Tag der Ruhe und Besinnung. Unser Pfarrer hält auch tief gehende Predigten, wir sind seit langem befreundet.

Was ich aber vermisse ist die Gemeinschaft im Gottesdienst, man macht das halt schon immer so. Genauso, dass ich über spirituelle Fragen eher in Seminaren, Freizeiten oder an Kirchen- oder Katholikentagen reden kann als in meiner Heimatgemeinde. Vorwiegend geht es hier um Reformen, Finanzen, Zusammenlegungen, alles Themen wie ich sie aus der freien Wirtschaft kenne.

Am Pfingstsonntag kam ein Beitrag in 37 Grad Leben „Kann KI Spiritualität?“ Zwei junge Frauen berichteten wie sie mit der KI über Spiritualität und Glaubensfragen „reden“. Sehr kritisch, aber sie beschreiben wie die KI ihnen dabei hilft, zu einem tieferen Verständnis zu gelangen.

Aber nicht nur die Landeskirchen, auch die Freikirchen sind mit sich selbst beschäftigt. Auf einer christlichen Wanderfreizeit ging es abends bei einem Bier vorwiegend darum, wer den richtigen Glauben hat, die richtige Gemeinde ist, seien es Baptisten, Landeskirchliche Gemeinschaften, Freie Gemeinden oder Pietisten. Ich glaube auch nicht das diese Wandergemeinschaft überhaupt die Schönheit der Schöpfung in der Rhön wahrgenommen hat. Mich hat das jedenfalls abgestoßen.

Und offensichtlich haben einige Leute damit Probleme, wo sie Gleichgesinnte finden und sich austauschen können. Mittlerweile behelfe ich mich neben der Bibel mit weiterführender Literatur und spüre wie ich von Jahr zu Jahr immer tiefer in das Geheimnis des Glaubens hineinwachse.

Hier meine wichtigsten Bücher:

Für Mystik-Interessierte eignen sich die Bücher von Richard Rohr und Thomas Merton.

Ich wünsche Ihnen einen guten Weg und Gottes Segen in Ihrer Glaubenserfahrung.

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