Vom 13. – 17. Mai fand der 104. Katholikentag in Würzburg statt.
Für mich begann er am Freitag um acht Uhr mit einem wunderbaren Cappuccino in einem kleinen feinen Kaffee in der Einhornstraße.
Dann ging es ins Cinemaxx zu einem Vortrag von Pierre Stutz: Geh bis an deiner Sehnsucht Rand. Der Moderator sagte zur Einführung, jeder geht anders heraus als er her gekommen ist. Für mich war es absolut zutreffend. Ob gläubig oder nicht – Pierre Stutz gelingt es das Leben zu feiern und alltägliche Spiritualität zu vermitteln, auch mit einem Schuss Humor. Musikalisch wurde er von Uwe Birnstein begleitet, Gedichte von Rilke hat Susanne Kruse gelesen. In der Buchhandlung 13 1/2 habe ich mir gleich eine Sammlung der Texte von Rilke gekauft.
Meine Buchempfehlung: Geborgen und frei von Pierre Stutz
Hier geht es zur Aufzeichnung.
Weitere Infos zum Katholikentag von Publik Forum:
Ist der Zeitgeist rechts? Mit Susanne Brandes, Andreas Püttmann und Wolfgang Kessler
Im Geist des Aufstehens – ein Kommentar
Danach schlenderte ich in bester Stimmung durch die Kirchenmeile und informierte mich an den Ständen, die entlang des Mains aufgebaut waren.
Die gemütliche und gelassene Stadt Würzburg war eine traumhafte Kulisse für den Katholikentag. Entspannte Menschen überall, hier ein Brötchen, dort ein Glas Wein und nette Gespräche mit freundlichen Menschen rundeten den Tag ab.
Ich hatte meiner Frau Lust gemacht diese Atmosphäre zu genießen. So fuhren wir am Samstag noch einmal am späten Nachmittag nach Würzburg.
Erst hörten wir dem Gospelchor „Noisemaker“ aus Windheim/Rhön zu. Am Ende betete eine Sängerin das „Vater unser“ im Rhönischen Dialekt, dann alle gemeinsam. Die Zuschauer fassten sich dabei an den Händen und spätestens jetzt kommt mein Gefühlsleben an seine Grenzen. Selbst jetzt, beim Schreiben dieses Beitrags bekomme ich feuchte Augen – dieses unendliche Gemeinschaftsgefühl und die tiefe Verbundenheit machen Katholiken- bzw. Kirchentage aus. Uns es ist egal ob man evangelisch, katholisch oder gar nichts ist – man gehört zu etwas, dass größer als man selbst ist.
Später aßen wir eine gute Bratwurstsemmel und tranken ein Glas Silvaner, zusammen mit einem Ehepaar aus dem Allgäu. Und auch auf der Zugfahrt nach Hause hatten wir ein nettes Gespräch mit zwei Besucherinnen aus Koblenz, man erkennt sich am Schal.
Gehen Sie auf Kirchentage und erleben sie die Stimmung – auch sind viele Angebote kostenlos. Vielleicht sehen wir uns in Düsseldorf im Mai 2027.